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Patienteninformation

SpinaliomPlattenepithelkarzinom, weisser Hautkrebs

Die zweithäufigste Form von weissem Hautkrebs und ihr enger Zusammenhang mit der Sonnenexposition.

Übersicht

Das Spinaliom (Plattenepithelkarzinom) ist neben dem Basalzellkarzinom die zweithäufigste Form von weissem Hautkrebs. Anders als beim Basalzellkarzinom hängt sein Auftreten sehr direkt mit der kumulativen Sonnenexposition über die Lebenszeit zusammen; entsprechend finden sich in praktisch allen Spinaliomen UV-typische Mutationen im p53-Gen. Aktinische Keratosen gelten als unmittelbare Vorstufe.

Spinaliome zeigen sich häufig als raue, schuppende oder verhornte Knoten oder Plaques, die leicht bluten können. Sie werden nicht selten mit banalen Warzen verwechselt, weshalb neu aufgetretene, wachsende oder nicht abheilende „Warzen“ im Gesicht immer hausärztlich oder dermatologisch abgeklärt werden sollten.

Behandlungsmöglichkeiten

Exzision (Standardbehandlung)

Wie beim Basalzellkarzinom ist die operative Entfernung mit Sicherheitsabstand die Standardbehandlung, in der Regel im zweizeitigen Vorgehen: Erst nach mikroskopisch bestätigten tumorfreien Schnitträndern erfolgt der definitive Wundverschluss.

Mohs-Chirurgie (Ausnahmefälle)

Bei aggressiveren Subtypen oder in der T-Zone des Gesichts, insbesondere Nase, Augenbrauen und Augenpartie, wird in Ausnahmefällen die mikrographisch kontrollierte Chirurgie nach Mohs eingesetzt, um eine lückenlose Randkontrolle bei maximal gewebesparendem Vorgehen zu erreichen.

Auch nach der Behandlung eines Spinalioms gilt die konsequente Nachsorge: ein jährliches Ganzkörper-Hautkrebs-Screening sowie die proaktiven Präventionsprogramme des Dermetrics-Konzepts, um der Entstehung neuer aktinischer Keratosen und weiteren Hautkrebsläsionen vorzubeugen.

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