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Patienteninformation

AkneErstlinienbehandlung für Jugendliche und junge Erwachsene

Warum Kombinationstherapien wirken, wie sie angewendet werden und was in den ersten Wochen normal ist.

Übersicht

Akne ist eine der häufigsten Hauterkrankungen überhaupt: Etwa 85 % aller Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind betroffen. Die gute Nachricht: Leichte bis mittelschwere Akne lässt sich mit den heute verfügbaren Cremes und Gelen in den meisten Fällen gut kontrollieren.

Die wichtigsten Wirkstoffe

Benzoylperoxid

Tötet die für Akne mitverantwortlichen Bakterien ab und wirkt leicht entzündungshemmend. Rezeptfrei erhältlich.

Retinoide (z. B. Adapalen, Tretinoin)

Öffnen verstopfte Poren und wirken den kleinen «Mitessern» entgegen. Gelten als Basis fast jeder Akne-Behandlung.

Azelainsäure

Wirkt entzündungshemmend und hilft zusätzlich gegen dunkle Flecken nach abgeheilten Pickeln.

Warum eine Kombination?

Die Kombination aus einem Retinoid und Benzoylperoxid, oft als fertiges Kombinationspräparat, wirkt besser als jeder Wirkstoff allein. Ein Antibiotikum wird deshalb nie allein angewendet, sondern immer zusammen mit Benzoylperoxid, um die Bildung von Resistenzen zu vermeiden. Häufig verordnete Fixkombinationen sind:

Wie wird die Behandlung angewendet?

Was ist normal zu Beginn?

In den ersten zwei bis vier Wochen kann die Haut etwas trockener, geröteter oder empfindlicher sein. Das ist meist vorübergehend. Bei starken Reizungen hilft es, die Anwendung zunächst nur jeden zweiten Tag oder für kürzere Zeit, etwa ein bis zwei Stunden mit anschliessendem Abwaschen, durchzuführen.

Eine sichtbare Besserung braucht Geduld: Die volle Wirkung zeigt sich meist erst nach etwa zwölf Wochen regelmässiger Anwendung. Durchhalten lohnt sich, auch wenn es anfangs langsam vorangeht.

Wann ärztlicher Rat sinnvoll ist

  • Wenn nach zwölf Wochen keine Besserung eintritt
  • Bei starken, schmerzhaften Knoten oder Zysten
  • Bei Narbenbildung
  • Wenn die Akne die Stimmung oder das Selbstwertgefühl stark belastet

In diesen Fällen gibt es weitere wirksame, ärztlich verordnete Behandlungsmöglichkeiten.

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