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Postinflammatorische HyperpigmentierungDunkle Flecken nach Hautentzündungen

Wie dunkle Flecken nach einer Entzündung entstehen und welche Behandlungen es gibt.

Kurz gesagt: Nach einer Hautentzündung, zum Beispiel durch Akne, kann die Haut dunkle Flecken bilden. Fachleute nennen das postinflammatorische Hyperpigmentierung. Zuerst wird die Ursache der Entzündung behandelt, dazu kommt täglicher Sonnenschutz. Aufhellende Cremes werden über Monate angewendet. Die Flecken blassen auch ohne Behandlung teilweise ab. Für viele Behandlungen ist die Studienlage begrenzt.

Übersicht

Nach einer Hautreizung oder Entzündung kann die Haut mit dunklen Flecken reagieren. Mögliche Auslöser sind Akne oder Behandlungen wie Peelings und Laser.1 Diese Reaktion heisst postinflammatorische Hyperpigmentierung, kurz PIH.

Der wichtigste erste Schritt ist, die Ursache der Entzündung zu behandeln, zum Beispiel die Akne.1 Wird die Entzündung nicht kontrolliert, können immer wieder neue Flecken entstehen.

Die Flecken können auch ohne Behandlung heller werden. In einer Übersicht von Studien bei dunkleren Hauttypen besserte sich die Pigmentierung ohne Behandlung bei etwa 62 von 100 Personen teilweise.2 Die Autoren schreiben, dass die Wirkung der untersuchten Behandlungen insgesamt nicht eindeutig belegt ist.2

Behandlungsmöglichkeiten

Sonnenschutz

Täglich ein wasserbasiertes Sonnenschutzmittel mit Breitbandschutz (UVA und UVB) und Lichtschutzfaktor 30 oder höher.1 Bei den Hauttypen III bis VI kann ein getöntes Mittel mit Eisenoxid besonders hilfreich sein, weil es auch sichtbares Licht abhält.1 Auch vor und nach Laserbehandlungen ist Sonnenschutz wichtig.1

Aufhellende Cremes

Hydrochinon 4 % gilt als Standardbehandlung und wird einmal oder zweimal täglich über drei Monate aufgetragen.1 Eine Kombinationscreme aus Hydrochinon, Tretinoin und einem leichten Kortisonpräparat wirkte besser als Hydrochinon allein.1 Eine weitere Möglichkeit ist Azelainsäure 15 % als Gel, in einer Studie zweimal täglich über 16 Wochen.1

Vitamin-A-Cremes (Retinoide)

Tretinoin, Adapalen und Tazaroten können wirksam sein, besonders wenn die Flecken nach Akne entstanden sind.1 Zu Beginn kann die Haut schuppen, brennen oder trocken sein.2 In der Übersicht besserten sich die Flecken mit Retinoiden bei etwa 64 von 100 Behandelten teilweise, bei keinem vollständig. Die Nachbeobachtung dauerte im Mittel 4 Monate.2

Chemische Peelings

Peelings können selbst eine postinflammatorische Hyperpigmentierung auslösen.1 Bei Menschen mit dunkleren Hauttypen ist dieses Risiko erhöht.2 Als Behandlung der Flecken schnitten Peelings in der Zusammenfassung der Übersichtsarbeit weniger wirksam ab als andere Behandlungen.2 Sie gehören deshalb nicht zu den ersten Behandlungen.

Laser

Laser sind eine zweite Wahl, wenn Cremes nicht ausreichen.3 Bei dunkler Haut besteht ein hohes Risiko für neue Pigmentstörungen und Narben, deshalb werden Laser vorsichtig eingesetzt. Vor der Behandlung wird eine kleine Fläche getestet.1 In der Übersicht besserten sich die Flecken mit Laser bei etwa 66 von 100 Behandelten teilweise und bei etwa 26 von 100 vollständig. Bei wiederholten Behandlungen wird eine neue Pigmentierung in 11 bis 17 von 100 Fällen genannt.2

Was ist wichtig zu wissen?

  • Geduld ist nötig. Hydrochinon wird in der Regel über etwa drei Monate angewendet, Azelainsäure in einer Studie über 16 Wochen.1
  • Die Studienlage ist begrenzt: kleine Studien, uneinheitliche Auswertung und kein einheitlicher Messwert für PIH.2
  • Hydrochinon, Peelings und Laser sollten Sie nur mit Ihrer Hautärztin oder Ihrem Hautarzt besprechen und anwenden.

Wir planen mit Ihnen Ihr mehrschichtiges Therapiekonzept zur Vermeidung von Hyperpigmentierungen.

Quellen

  1. Frazier et al., Dermatologic Conditions in Skin of Color, American Family Physician, 2023.
  2. Mar et al., Systematische Übersicht zur Behandlung der postinflammatorischen Hyperpigmentierung bei Hauttypen mit mehr Pigment, Journal of Cutaneous Medicine and Surgery, 2024.
  3. Sowash und Alster, Laserbehandlung der postinflammatorischen Hyperpigmentierung, American Journal of Clinical Dermatology, 2023.

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Dies ist eine auf Literatur basierende Aufklärung und ersetzt keine ärztliche Konsultation und ist nicht als Therapieempfehlung zu verstehen.