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AkneFormen und Behandlung

Die wichtigsten Akne-Formen und ihre Behandlung in einfacher Sprache.

Kurz gesagt: Akne ist eine Erkrankung der Talgdrüsen der Haut. Es gibt verschiedene Formen, zum Beispiel Akne vulgaris, Akne tarda und Akne comedonica. Die Behandlung richtet sich nach Form und Schweregrad und beginnt meist mit Cremes. Bei stärkerer Akne kommen Tabletten hinzu. Auch Narben sollen verhindert werden. Nach etwa zwölf Wochen wird geprüft, ob die Behandlung angepasst werden muss.

Übersicht

Akne ist eine Erkrankung der Haut, bei der sich Talgdrüsen entzünden. Es entstehen Mitesser, Pickel, Knötchen oder Pusteln, meist im Gesicht, auf der Brust oder auf dem Rücken. Ursachen sind eine erhöhte Talgproduktion, verstopfte Poren und Bakterien auf der Haut.

Die Behandlung hängt von der Form der Akne ab. Wichtige Ziele sind, die Haut zu beruhigen und Narben zu verhindern. Die folgenden Abschnitte erklären die drei häufigsten Formen.

Behandlungsmöglichkeiten

Akne vulgaris

Die häufigste Form. Sie beginnt meist in der Pubertät und zeigt Mitesser, Pickel und Pusteln, manchmal auch schmerzhafte Knoten. Behandelt wird zuerst mit Cremes. Bei mittelschwerer bis schwerer Akne kommen Tabletten dazu.

Akne tarda

Akne, die nach dem 25. Lebensjahr neu auftritt oder über dieses Alter hinaus bestehen bleibt. Typisch sind entzündliche Knötchen und Pusteln an Kinn, Kieferlinie und Hals, oft mit Schwankungen im Zyklus. Die Cremes sind dieselben wie bei Akne vulgaris. Bei Frauen spielen hormonelle Tabletten oft eine grössere Rolle.

Akne comedonica

Hier stehen Mitesser (weisse und schwarze Punkte) im Vordergrund, es gibt kaum Entzündungen oder Pusteln. Meist reichen Cremes aus. Antibiotika zum Einnehmen helfen hier nicht ausreichend.

Cremes und Gele (lokale Behandlung)

  • Retinoide (z. B. Tretinoin, Adapalen) öffnen verstopfte Poren und wirken entzündungshemmend. Bei Akne comedonica sind sie die wichtigste Creme. Sie werden manchmal mit Benzoylperoxid oder Azelainsäure kombiniert.
  • Benzoylperoxid tötet Bakterien ab und wirkt leicht gegen Mitesser. Es ist auch ohne Rezept erhältlich.
  • Azelainsäure wirkt gegen Bakterien und Entzündung und hilft bei dunklen Flecken nach Akne.
  • Antibiotika zum Auftragen (z. B. Clindamycin) werden nur zusammen mit Benzoylperoxid verwendet, nie allein.

Tabletten (systemische Behandlung)

  • Antibiotika zum Einnehmen (z. B. Doxycyclin, Minocyclin) kommen bei mittelschwerer bis schwerer Akne in Frage. Sie werden so kurz wie möglich gegeben, in der Regel höchstens etwa drei Monate, und immer zusammen mit einer Creme-Behandlung.
  • Hormonelle Behandlung (bestimmte Antibabypille, Spironolacton) kann Frauen helfen, wenn die Akne hormonell mitbedingt ist. Die Wirkung zeigt sich frühestens nach etwa drei Monaten (Pille) beziehungsweise über etwa sechs Monate (Spironolacton). Spironolacton ist für Akne nicht zugelassen. Die Pille wird nach einer Abklärung möglicher Risiken verschrieben.
  • Isotretinoin ist ein Vitamin-A-Abkömmling zum Einnehmen. Es ist für schwere, vernarbende oder therapieresistente Akne vorgesehen und mit wichtigen Risiken verbunden (siehe unten).

Bei reiner Mitesser-Akne werden Tabletten nur selten gebraucht.

Wie schnell wirkt die Behandlung?

Nach etwa zwölf Wochen sollte sich die Haut spürbar gebessert haben. Ist das nicht der Fall, bieten wir Ihnen eine Anpassung der Behandlung an. Haben Sie Geduld: Die Behandlung wirkt nicht über Nacht.

Hinweise zur Hautpflege

  • Waschen Sie das Gesicht zweimal täglich mit lauwarmem Wasser und einem milden, seifenfreien Reinigungsprodukt.
  • Schrubben Sie nicht und verwenden Sie keine aggressiven Peelings, Bürsten oder Waschlappen. Das reizt die Haut zusätzlich.
  • Drücken oder kratzen Sie Pickel nicht auf. Das kann Narben und dunkle Flecken verursachen.
  • Make-up, Sonnencreme und Pflegeprodukte sollten als «nicht komedogen» oder «porenfrei» gekennzeichnet sein.
  • Eine fettfreie, feuchtigkeitsspendende Creme kann Hautreizungen durch die Akne-Behandlung lindern.
  • Wechseln Sie den Kissenbezug regelmässig, besonders wenn Sie Haarpflegeprodukte verwenden.

Wichtige Hinweise zu Isotretinoin

  • Schwangerschaft: Isotretinoin darf in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Es schädigt das ungeborene Kind. Frauen im gebärfähigen Alter müssen sicher verhüten, beginnend einen Monat vor der Behandlung bis einen Monat nach deren Ende, und machen regelmässig Schwangerschaftstests (alle vier Wochen).
  • Häufige Nebenwirkungen: trockene Haut, trockene Lippen, trockene Augen und Muskelschmerzen.
  • Kontrollen: Leberwerte und Blutfette werden vor Beginn und nach etwa drei Monaten kontrolliert, weitere Kontrollen je nach Bedarf.
  • Stimmung: Vor Beginn fragen wir nach früheren depressiven Phasen. Melden Sie Stimmungsveränderungen während der Behandlung umgehend Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Bei Fragen zur individuellen Behandlung sprechen Sie bitte mit Ihrer behandelnden Hautärztin, Ihrem Hautarzt oder Ihrer Hausärztin.

Quellen

  1. Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG), S2k-Leitlinie «Therapie der Akne», AWMF-Register-Nr. 013-017, Version 3.0 (Stand 01.08.2026).

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Dies ist eine auf Literatur basierende Aufklärung und ersetzt keine ärztliche Konsultation und ist nicht als Therapieempfehlung zu verstehen.