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Patienteninformation

Melasma-BehandlungsprotokollPigmentflecken durch Sonne, Hormone und Veranlagung

Die wichtigsten Behandlungsschritte bei Melasma — mit konsequentem Sonnenschutz als Grundlage jeder weiteren Therapie.

Kurz gesagt: Melasma sind bräunliche Flecken im Gesicht, die vor allem durch Sonnenlicht, Hormone (z. B. Schwangerschaft, Pille) und manchmal durch Veranlagung entstehen. Die Behandlung braucht Geduld, da sich die Flecken meist nur langsam zurückbilden. Der wichtigste Baustein ist konsequenter Sonnenschutz — ohne ihn wirkt keine andere Therapie dauerhaft.

Was ist Melasma?

Melasma sind bräunliche Flecken im Gesicht, die vor allem durch Sonnenlicht, Hormone (zum Beispiel Schwangerschaft, Pille) und manchmal durch Veranlagung entstehen. Die Behandlung braucht Geduld, da sich die Flecken meist nur langsam zurückbilden.

Der wichtigste Baustein der Behandlung ist der konsequente Sonnenschutz — ohne ihn wirkt keine andere Therapie dauerhaft.

Behandlungsschritte

1. Sonnenschutz — die wichtigste Massnahme

  • Täglich eine Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor (LSF 30–50+) auftragen, auch an bewölkten Tagen und auch drinnen am Fenster.
  • Am besten eine getönte Sonnencreme mit Eisenoxid verwenden. Eisenoxid schützt zusätzlich vor sichtbarem Licht (z. B. von Bildschirmen und Lampen), das Melasma ebenfalls verschlimmern kann.
  • Sonnencreme grosszügig und mehrmals täglich auftragen, besonders bei Aufenthalt im Freien.
  • Zusätzlich hilft ein Hut mit breiter Krempe oder eine Sonnenbrille.

2. Tägliche Hautpflege

  • Milde, nicht reizende Reinigungsprodukte verwenden, um die Haut nicht zusätzlich zu irritieren.
  • Pflegestoffe wie Niacinamid, Vitamin C, Kojisäure oder Arbutin können unterstützend verwendet werden, besonders in Pausen zwischen stärkeren Behandlungen.
  • Aggressive Peelings oder Produkte zuhause ohne ärztliche Absprache vermeiden, da sie die Flecken verschlimmern können.

3. Cremes mit Wirkstoff gegen die Pigmentflecken

  • Die wirksamste Creme ist eine Kombinationscreme mit drei Wirkstoffen (Hydrochinon, Tretinoin, Kortison), die vom Hautarzt bzw. von der Hautärztin verschrieben wird. Sie wird meist in Zyklen angewendet, mit Pausen dazwischen.
  • Azelainsäure ist eine gute Alternative, wenn die Kombinationscreme nicht vertragen wird.
  • Bei stärkeren oder hartnäckigen Fällen kann zusätzlich eine Tablette (Tranexamsäure) verschrieben werden. Diese ist nicht für alle Patientinnen geeignet (z. B. nicht bei Thromboserisiko, Kinderwunsch oder gleichzeitiger Einnahme der Pille).

4. Chemisches Peeling

Ein chemisches Peeling (zum Beispiel mit Fruchtsäure oder Trichloressigsäure) kann die Pigmentflecken zusätzlich aufhellen. Es wird in der Praxis durchgeführt und sollte mit der Cremebehandlung kombiniert werden, da es allein meist nicht ausreicht.

5. Laserbehandlung

Laser wird nur eingesetzt, wenn Cremes und Peelings nicht ausreichend wirken, da Laser bei Melasma die Flecken auch verschlimmern kann, wenn er falsch eingesetzt wird.

  • Der Erbium-Glasfaser-Laser (ein sanfter, fraktionierter Laser) hat unter den Lasern die beste Datenlage als eigenständige Behandlung bei hartnäckigem Melasma.
  • Andere Laser (z. B. Erbium-YAG-Laser) werden meist nur in Kombination mit einer Creme eingesetzt.
  • Nach jeder Laserbehandlung ist besonders strenger Sonnenschutz notwendig, da die Haut vorübergehend empfindlicher ist.

Melasma ist nicht heilbar, aber mit konsequentem Sonnenschutz, individueller Cremetherapie und Geduld gut kontrollierbar.

Wichtig zu wissen

  • Die Behandlung von Melasma dauert meist mehrere Monate.
  • Auch nach erfolgreicher Behandlung können die Flecken wiederkommen, besonders bei Sonnenexposition oder Hormonveränderungen — deshalb ist dauerhafter Sonnenschutz entscheidend.
  • Alle Cremes, Tabletten und Laserbehandlungen sollten nur nach ärztlicher Absprache begonnen werden.

Quellen

  1. Fachliche Grundlage dieses Behandlungsprotokolls: Behandlungsbeschreibung von Dr. med. Paul Georg.
  2. Sarkar R, Desai SR, Sinha S, et al., Delphi consensus on melasma management by international experts and Pigmentary Disorders Society, Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology (2026).
  3. Kwon SH, Na JI, Choi JY, Park KC, Melasma: Updates and perspectives, Experimental Dermatology (2019).
  4. Yao H, Shen S, Gao X, et al., Definition of refractory melasma and its treatment: a review, Lasers in Medical Science (2024).
  5. Gan C, Rodrigues M., An Update on New and Existing Treatments for the Management of Melasma, American Journal of Clinical Dermatology (2024).
  6. Morgado-Carrasco D, Piquero-Casals J, Granger C, Trullàs C, Passeron T, Melasma: The need for tailored photoprotection to improve clinical outcomes, Photodermatology, Photoimmunology & Photomedicine (2022).
  7. Kundu RV, Riley JM, et al., Managing Facial Hyperpigmentation, JAMA Dermatology (2023).
  8. Ghasemiyeh P, Haghighi NF, Dastgheib L, Ranjbar S, Mohammadi-Samani S, Safety and efficacy of niosomal and conventional tranexamic acid/niacinamide vs. hydroquinone creams in melasma: a randomized, double-blind, case-controlled clinical trial, Scientific Reports (2025).
  9. Vier weitere vom Nutzer genannte Quellen (zu Trichloressigsäure-Peeling- und Erbium-Laser-Kombinationsstudien) konnten bei der Recherche nicht auffindbar bestätigt werden und sind hier daher nicht aufgeführt.

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