Patienteninformation
Eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung des Gesichts mit drei typischen Stadien.
Übersicht
Rosazea ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung des Gesichts, bei deren Entstehung mehrere Faktoren zusammenwirken: eine übermässig aktivierte angeborene Immunantwort, eine Fehlregulation der Gesichtsgefässe sowie ein aus dem Gleichgewicht geratenes Hautmikrobiom.
Sonnenlicht spielt dabei eine doppelte Rolle: UV-Strahlung verstärkt die Aktivierung eines Entzündungskomplexes (NLRP3-Inflammasom) in den Hautzellen, wodurch vermehrt entzündungsfördernde Botenstoffe freigesetzt werden — vereinfacht gesagt reagiert die Haut auf Sonnenlicht mit einer überschiessenden Entzündungsreaktion. Zusätzlich ist eine erhöhte Dichte der Hautmilbe Demodex folliculorum sowie eine Störung der übrigen Hautbesiedlung an der Entzündung beteiligt.
Die Basisbehandlung besteht deshalb immer aus zwei Elementen: einem konsequenten, ganzjährigen Sonnenschutz sowie einer Verbesserung des Hautmikrobioms, medikamentös etwa mit Metronidazol, Azelainsäure oder Ivermectin, ergänzt durch präventive Pflege.
Behandlungsmöglichkeiten
Da Sonnenlicht die entzündlichen Vorgänge bei Rosazea nachweislich verstärkt, ist konsequenter Sonnenschutz im Dermetrics-Konzept fester Bestandteil jeder Rosazea-Behandlung, nicht nur eine begleitende Empfehlung.